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Mark Hosak

Reiki-Do Institut Rhein-Neckar

Rainbow Reiki, Schamanismus, Geistheilung, Lebensberatung, Rücken-Wellness, Aura-Chakra-Lesen, Channeling, Reinkarnationstherapie, Meditation, Engelarbeit, Kampfkunst
Tel.: 06271-947957
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Das Große Buch der Reiki-Symbole

Kapitel 3: Reiki Einweihungen

"Das große Buch der Reiki-Symbole"

Mark Hosak/Walter Lübeck, Windpferd Verlag.

ISBN: 3-89385-445-2
Umfang: 624 Seiten


Über die traditionellen Reiki- Einweihungen

In diesem Buch werden die traditionellen Symbole und Mantras des Usui-Systems der

Natürlichen Heilung ausführlich in Theorie und Praxis erklärt. Von zentraler Bedeutung

ist die Anwendung dieser Werkzeuge in den Einweihungen, die die vielfältigen

Reiki-Fähigkeiten für den Schüler erschließen. Mir (Walter) muten diese altehrwürdigen

Rituale noch heute wie Wunder an, obwohl ich sie seit Jahren durchführe und

ihre niemals ausbleibenden, erstaunlichen direkten und indirekten Wirkungen so oft

bei mir und meinen Schülern erfahren habe.

Es gibt weltweit sehr viele unterschiedliche in der Praxis anzutreffende Formen der

Einweihungen, und oft stoße ich auf die Meinung, es sei mehr oder weniger egal, was

bei diesen Ritualen passiere, solange der Wunsch da sei, die Reiki-Fähigkeiten zu

erwecken. Dies ist defi nitiv falsch, denn es gibt sehr wohl einen technischen Aspekt

im Reiki. Das bedeutet, es müssen bestimmte Funktionen erfüllt werden, um jemanden

grundsätzlich zum Reiki-Kanal zu machen und die unterschiedlichen Reiki-

Fähigkeiten zu wecken. Außerdem gibt es eine Reihe von Maßnahmen, damit diese

tief greifende spirituelle Öffnung und Transformation für jeden Schüler sanft und

sicher geschieht.

Würde eine Einweihung durch guten Willen funktionieren, hätte Usui keine 21-

tägige Übung mit einer besonderen Meditationstechnik und Fasten auf einem der

stärksten Kraftplätze Japans absolvieren müssen, um sich dauerhaft für Reiki zu öffnen.

Es haben natürlich auch schon sehr viele Menschen versucht, sich aus Büchern

oder über das Internet „automatisch“ durch das Anklicken von Icons einweihen zu

lassen. Es ist mir jedoch noch nie jemand begegnet, bei dem dadurch Reiki-Fähigkeiten

geweckt worden wären. Vielleicht hast du dir schon einmal die folgende Frage

gestellt:

Wofür sind Einweihungen nötig?

Bestimmte Fähigkeiten der aktiven Energiearbeit ( Heilung zum Beispiel) und passiven

Energiearbeit (etwa: Hellsehen) bekommen einige wenige Menschen in die Wiege

gelegt aufgrund entsprechend ausgerichtetem positivem Karma, das in vergangenen

Inkarnationen erworben wurde. Aber auch diese großen Talente müssen durch Ausbildung

und Übung sorgfältig und mit viel Geduld einsatzfähig und zuverlässig im

praktischen Gebrauch gemacht werden. Die meisten Menschen müssen, wenn sie

derartige Fähigkeiten erwerben wollen, über viele, viele Jahre intensiv üben, um sich

resonant für diese gewaltigen Kräfte zu machen – neben Ausbildung und Übung,

die natürlich immer dazu gehören. Nun stehen seit Menschengedenken spirituell

Suchende vor der großen Herausforderung, dass es so viele wunderbare Fähigkeiten

gibt, die sich aus der Nähe zur göttlichen Kraft ergeben, die nicht nur auf natürliche

Weise das Leben erleichtern, sondern auch äußerst wirksam zur Unterstützung des

eigenen Weges zu Erleuchtung und spiritueller Erweckung eingesetzt werden können.

Wenn jedoch ein großer Teil des Lebens dafür verwendet werden muss, einige wenige

Fähigkeiten dieser Art zu erwerben, bleibt nicht mehr so viel Gelegenheit, sie für

das eigentliche Ziel, den spirituellen Verwirklichungsprozess zu nutzen. Außerdem

haben und hatten die meisten neben ihren täglichen Pfl ichten kaum die Zeit, die für

solche Unterfangen einmal nötig ist. Und irgendwer muss ja auch die Felder bestellen,

Bücher drucken und verkaufen, Brötchen backen und Häuser bauen. Es gibt nicht

genug gemütliche Höhlen in den Gebirgen dieser schönen Welt, um so viele Milliarden

Einsiedler aufzunehmen, wie es Menschen gibt. Und wer würde sie verköstigen,

wenn alle den ganzen Tag lang meditieren und von der endgültigen Erleuchtung

träumen?

Um richtig voranzukommen, müssten also kurzfristig bestimmte spirituelle Fähigkeiten

zur Verfügung stehen, die an sich erst nach langem Üben und Studium in

Abgeschiedenheit geweckt werden könnten. Tricky!

Die Lösung dieses Gordischen Knotens sind die Einweihungen! In jeder mir

bekannten spirituellen Tradition werden entsprechende Fähigkeiten von den dazu

ausgebildeten und befähigten Leuten an Schüler weitergegeben, um es ihnen leichter

zu machen voranzukommen, in verhältnismäßig kurzer Zeit große Fortschritte in

ihrer Persönlichkeitsentwicklung machen zu können und – ganz nebenbei – auch

ihren Mitmenschen bei der Bewältigung von typischen Lebensproblemen wie Krankheit,

Armut, Unglück und dergleichen hilfreich zur Seite stehen zu können.

Bekannte Beispiele für Einweihungen sind: Shaktipad im Hinduismus; die Einweihungen

in Mantras, zum Beispiel im System der Transzendentalen Meditation (TM);

Kriyâ-Yoga.

Mittels Einweihungen lassen sich bestimmte Fähigkeiten grundsätzlich in einem

Menschen freilegen. Aber es gehört immer Ausbildung und einige Erfahrung dazu,

sie effektiv und sinnvoll nutzen zu können. Über Einweihungen lässt sich zwar eine

Anregung der Persönlichkeitsentwicklung bewirken, aber Lernerfahrungen, Entscheidungen,

Wahrnehmungsübungen, das Ausprobieren neuer Verhaltensweisen, die

Überwindung des Egos und Ähnliches muss jeder immer noch selbst angehen.

Verschiedene Arten von Einweihungen

Die Reiki- Einweihungen sind nicht die einzige Art, spirituelle Kräfte in einem Menschen

zu erwecken. Es gibt verschiedene, grundsätzlich unterschiedliche Arten von

Einweihungen.

Selbsteinweihung

Dr. Mikao Usuis 21-tägige Meditations- und Fastenzeit. Damit so etwas funktioniert,

sind besondere Bedingungen notwendig. Erst einmal muss der Betreffende

sich genau in dem Gebiet auskennen, in dem er mit den durch die Einweihung zu

weckenden Fähigkeiten tätig werden möchte. Es muss die richtige Art von Übung

durchgeführt werden, und zwar lange genug und an einem Ort, der günstige spirituelle

Voraussetzungen bietet. Der Zeitraum für die Einweihung muss so gewählt sein,

dass die astrologischen Transite des Übenden die Bemühung unterstützen. Von entscheidender

Bedeutung ist die innere Einstellung des Übenden. Ohne eine demütige,

vom Herzen her kommende und auf das Dienen im Sinne der Göttlichen Ordnung

gerichtete Motivation werden auch die besten äußeren Voraussetzungen und die strikteste

Übungsdisziplin keine spirituelle Einweihung ermöglichen, die ja letztlich eine

göttliche Gnade ist. Der Mensch kann sich bereit machen – die Entscheidung trifft

die Schöpferkraft!

Einweihung durch ein Lichtwesen

In seltenen Fällen werden Menschen im Schlaf, in der Meditation oder in einem

Moment, wo sie kaum mit einer solchen Erfahrung rechnen, von einem Spirit eingeweiht.

Dies passiert praktisch immer nur nach langen, intensiven Perioden der

Beschäftigung mit einem spirituellen Thema, zu dem es zur Zeit keinen menschlichen

Lehrer gibt, der den Betreffenden einweihen und ausbilden könnte. Dafür gibt

es eine Faustregel: Wird die neue Fähigkeit nicht innerhalb eines Mondzyklus – also

bis der Mond wieder steht wie zum Zeitpunkt der Einweihung – drei Mal im Dienste

der Göttlichen Ordnung eingesetzt, verschwindet sie wieder. Die Einweihung besteht

nicht mehr. Durch einen Engel oder ein ähnliches spirituelles Wesen eingeweiht zu

werden, ist üblicherweise eine extrem beeindruckende Erfahrung. Häufi g verändert

sie dauerhaft die gesamte Lebensauffassung. Die nötige Ausbildung ist entweder

bereits vorher weitgehend durch entsprechendes Wissen aus Büchern, Inspiration oder

direkten Kontakten zu einem Lichtwesen vermittelt worden, so dass es „nur noch“

gilt, aufmerksam und beharrlich Erfahrungen mit den neu erworbenen Talenten zu

machen, oder sie wird entsprechend nach der Einweihung vermittelt. Auch hier gilt:

Wer nicht lernt und übt, hat wenig von dem Geschenk.

Reaktivierung einer Einweihung,

die in einem vergangenen Leben empfangen wurde

Manchmal wird aufgrund eines, meist weitgehend unbewussten, Bemühens um

ein spirituelles Thema eine in einem vergangenen Leben erworbene spirituelle

Fähigkeit wiedererweckt. Im Allgemeinen wird dies in irgendeiner Weise von mehr

oder weniger zusammenhängenden Rückerinnerungen an die entsprechenden Inkarnationen

begleitet. Dies kann auch im Rahmen einer Rückführung oder Meditation

geschehen.24 Entsprechend der Einweihung durch ein Lichtwesen, muss auch hier die

neue Fähigkeit drei Mal im Verlauf eines Mondzyklus, bis der Mond wieder steht

wie bei der Einweihung, im Dienste der Göttlichen Ordnung praktisch angewendet

werden.

Sowohl für die Selbsteinweihung, die Einweihung durch ein Lichtwesen oder die

Reaktivierung einer Einweihung aus einer vergangenen Inkarnation sind meiner

Erfahrung nach Demut und ernsthaftes Bemühen um das Verfolgen des spirituellen

Weges unabdingbare Voraussetzung.

Einweihung durch einen Lehrer

Dieser Weg der Einweihung ist wahrscheinlich am leichtesten nachvollziehbar:

Du bist in einem Seminar oder einer Ausbildung, lernst etwas und bekommst eine

Einweihung, damit das, was du gelernt hast, auch zufrieden stellend und dauerhaft

funktioniert.

24 Mit dieser Art von Einweihung habe ich (Walter) reichlich Erfahrungen sammeln dürfen. Seit ich mich

bewusst – etwa 1988 – entschieden habe, (wieder) als spiritueller Lehrer zu leben, stellten sich ständig

neue, alte Fähigkeiten bei mir ein. In vergangenen Inkarnationen empfangene Gaben und Kenntnisse,

die Erfahrungen vieler Leben als Hohepriester der Großen Göttin unter anderem in Lemuria, dem

vorvedischen Indien, Sumer, Babylon und Ägypten wurden nach und nach über die Jahre in mir

präsent. Heute (2004) stammen etwa 85 % der von mir vermittelten Lehrinhalte aus diesen Quellen.

In den ersten Jahren war ich mir sehr unsicher über das, was da in mein Bewusstsein kam. Doch durch

die immer wieder und wieder erlebte Bestätigung durch praktische Wirkungen vertraute ich immer

mehr auf dieses große Geschenk. Lemurian Tantra, große Teile von Rainbow Reiki, der schamanische

White Feather Pfad, die Drei-Strahlen- Meditation, Himmelsdrachen Qi Gong, der Kristallweg und

das Ausbildungssystem in spiritueller Wahrnehmung ( Aura-/Chakralesen; Channelling; Astralreisen,

Hellsehen) sind so wieder zu mir gekommen und ich brauchte die alte Weisheit „nur noch“ an die

Gegebenheiten unseres Zeitalters anpassen.

Zwei verschiedene Qualitäten von Einweihungen:

Freilegung von Fähigkeiten und Aneignung von Fähigkeiten

Grundsätzlich können Einweihungen zwei sehr verschiedene Arten von Fähigkeiten

zugänglich machen:

Ein im Prinzip in jedem Menschen vorhandenes Potential kann erweckt

werden. Ein Beispiel hierfür ist die Einweihung in das Usui-System der

Natürlichen Heilung.

Ein im Menschen nicht angelegtes Potential wird diesem quasi geschenkt.

Zum Beispiel die Gabe, mit der Heilkraft eines Engels zu arbeiten.

Die Reiki- Einweihungen

In dem folgenden Abschnitt möchte ich am Beispiel der Einweihung in den 1. Grad

des Traditionellen Usui-Systems des Reiki erläutern, was bei diesen Ritualen eigentlich

geschieht. Ich habe darauf verzichtet, die technischen Einzelheiten der Einweihungsrituale

zu beschreiben.

Zum einen, weil dadurch leicht der falsche Eindruck entstehen könnte, dies sei die

einzig richtige Art und Weise, einzuweihen. Und das würde absolut nicht den Tatsachen

entsprechen! Viele Wege führen nach Rom. Nicht jeder beliebige Pfad, aber viele.

Zum anderen bin ich der Überzeugung, dass es wesentlich sinnvoller ist, die Einweihungen

im Rahmen der persönlichen Begegnung eines Seminars zu erlernen, Fragen

stellen und unter Anleitung üben zu können, um wirklich sicher darin zu sein, anderen

Menschen die Gabe, Reiki in diese Welt zu bringen, in die Hände legen zu können.

Was passiert während der Einweihung zum 1. Grad?

Bei den Einweihungen zum 1. Grad verwendet ein Reiki- Meister die Symbole und

Mantras (heilige Worte, die spirituelle Energien rufen und zielgerichtet einsetzen), die

Dr. Usui in den alten Schriftrollen über die Methoden der Heilungen Buddhas fand,

beziehungsweise auf deren Grundlage entwickelte. Durch die Meister- Einweihung,

die er empfangen hat, und das ihm von seinem Meister übergebene Symbol und Mantra

des 3. Grades ist er befähigt, für jeden Menschen eine dauerhafte Verbindung zur

Quelle der Spirituellen Lebensenergie herzustellen.

Die Symbole und Mantras werden im Rahmen überlieferter Rituale angewendet, die

nötig sind, um die die Reiki-Fähigkeiten aktivierenden und organisierenden Kräfte in

bestimmte Chakras zu leiten, die an der Weiterleitung der Spirituellen Lebensenergie

beteiligt sind.

Diese Methoden sind jedoch nicht funktionsfähig, wenn der Ausführende nicht die

Meister- Einweihung auf traditionelle Art bekommen hat.

Stell dir als Analogie ein Radio vor. Es läuft nicht ohne Strom. Aus diesem Grund

war es für Dr. Usui auch nicht gleich möglich, mit Reiki zu arbeiten, nachdem er die

Schriftrollen aus dem uralten Weisheitsschatz des Esoterischen Buddhismus gefunden

hatte. Er wird es sicher probiert haben. Erst nach dreiwöchigem Fasten und Meditieren

und durch die Gnade der Schöpferkraft bekam er den Zugang zu der Quelle der

Spirituellen Lebensenergie, ohne den alle Techniken nicht anwendbar sind.

Für die vollständigen Fähigkeiten des 1. Grades sind vier Teileinweihungen notwendig,

die allerdings in vielen Reiki-Schulen zu zwei oder auch einer Einweihung

zusammengefasst werden. Im Rainbow Reiki werden vier Teileinweihungen gegeben,

um die Schüler möglichst sanft an ihre neuen Fähigkeiten zu gewöhnen und ihnen

ausreichend Gelegenheit zu geben, bewusst die mitunter tief greifenden spirituellen

Erfahrungen zu genießen.

Jede Teileinweihung erfüllt eine andere wichtige Funktion. Wenn nicht alle Einweihungen

mit einem minimalen Abstand von 3 Stunden und einem maximalen Abstand

von 24 Stunden gegeben werden, bleibt die Fähigkeit, Reiki zu geben, nicht erhalten,

und der Schutz vor disharmonischen Fremdenergien ist ebenfalls nicht gegeben.

Die Wirkung der Reiki- Einweihungen aller Grade betrifft die Chakras nur indirekt.

Sie löst auf einer sehr tief liegenden energetischen Ebene, dem Bereich des Rassen-

Karmas, Blockaden auf, die den Menschen von einem direkten, umfassenden Kontakt

zur Spirituellen Lebensenergie abhalten. Deswegen sind, bis auf die Erlangung der

Reiki-Fähigkeiten, auf die ich weiter unten noch eingehe, die geistigen und körperlichen

Auswirkun gen der Einweihungen bei jedem Menschen anders. Prinzipiell steht

jedem Lebewesen Reiki zur Verfügung. Ohne entsprechende Einweihung tröpfelt die

Spirituelle Lebensenergie – bildhaft gesprochen – jedoch nur. Nach einer Einweihung

fl ießt Reiki zu dem Eingeweihten in einem kräftigen, gleichmäßigen und jederzeit

verfügbaren Strom, der durch regelmäßige Praxis sogar noch enorm anwachsen kann.

Zwar werden bestimmte Chakras von den Einstimmungen berührt; sie werden quasi

als Tore benutzt. Die wirklichen Veränderungen fi nden aber auf viel tiefer liegenden

Ebenen, im so genannten Lichtkörper25 statt. Dies ist eine spirituelle Struktur, die

nicht-polare Lebenskräfte wie Reiki leitet und organisiert. Von hier werden Informa-

25 Dazu gibt es in der Rainbow Reiki- Tradition eine entsprechende Ausbildung: Die Rainbow Reiki-

Lichtkörperarbeit, die weltweit von qualifi zierten Lehrern vermittelt wird.

tionen zum Chakrensystem gesandt, die dessen Abläufe steuern. Im Kapitel über das

spirituelle Energiesystem des Menschen fi ndest du mehr Informationen dazu.

Welche Kräfte werden im Einzelnen

durch die 1. Grad- Einweihung vermittelt?

Im Wesentlichen sind dies fünf verschiedene Fähigkeiten:

1. Der Eingeweihte wird ein Kanal für Reiki, die Spirituelle Lebenskraft. Er kann

diese Energieform jederzeit auf die Erde holen, indem er seine Hände aufl egt,

wenn sie benötigt wird. Dazu braucht er sich nicht zu konzentrieren, bestimmte

Übungen zu vollziehen oder seine Lebensgestaltung einzuschränken. Wird Reiki

gebraucht, reicht es, die Hände aufzulegen oder über die Aura mit den Händen

Kontakt zu dem Empfänger zu haben, um die Kraft fl ießen zu lassen. Reiki wird

immer vom Empfänger eingezogen. Es kann im engeren Sinne des Wortes nicht

ausgesandt, sondern nur bereitgestellt werden.

2. Es wird eine Art energetischer Schutz errichtet, der verhindert, dass die persönliche

Energie des Reiki-Kanals unbewusst26 in größerem Umfang mit zu dem Empfänger

übertra gen wird. Dies verhindert eine Schwächung des Behandlers und bewahrt

den Behandelten davor, auf der energetischen Ebene mit den disharmonischen

Strukturen des Reiki-Gebenden belastet zu werden. Ist dieser Schutz nicht vorhanden,

kann es passieren, dass manche Energien des Behandlers in das innere

Energiesystem des Empfängers eindringen und bleiben und dort Probleme bewirken.

Dies ist keine zwangsläufi ge Folge, aber es wird immer wieder in mehr oder

minder großem Umfang geschehen. Je nach energetischer und psychologischer

Stabilität sowie der Stärke der Selbstheilungskräfte des Empfängers der Behandlung

hat so eine Übertragung disharmonischer Energien sehr unterschiedliche Folgen.

3. Der Reiki-Kanal bekommt einen Schutz, der verhindert, dass von dem Behandelten

disharmonische Energien zu ihm übertragen werden. So bleibt der Behandler frei

von Sympathie-Erkrankungen und ernsthaft störenden Fremdenergien. Allerdings

bleibt die Fähigkeit, den anderen energetisch zu spüren, bestehen. Auch dies kann

Irritationen mit sich bringen. Deswegen sollten die Hände nach einer Behandlung

gewaschen werden, oder eine Aurareinigungstechnik angewendet werden. Bei einer

halbwegs normalen energetischen und psychologischen Stabilität des Behandlers

können aus der energetischen Wahrnehmung keinerlei echte Schwierigkeiten ent-

26 Bitte beachte diese Einschränkung: Wer seinem Helfersyndrom frönt und unbedingt mitleiden

will, wird durchaus zusätzlich zu Reiki eigene Lebenskraft verschiedenster Art mit übertragen. Reiki

schützt, aber es respektiert den von der Schöpferkraft einem jeden Menschen in die Wiege gelegten

Freien Willen.

stehen. Es ist eher wie ein Film, der einem nicht gefällt, oder ein Zeitungsbericht,

der unangenehme Assoziationen weckt.

4. Die Sensibilität gegenüber feinstoffl ichen Energien wird gesteigert. Viele Menschen

bemerken nach dem 1. Grad-Seminar ganz neue Wahrnehmungen in ihren Händen,

wenn sie sie irgendwo längere Zeit aufl egen oder in der Aura eines Lebewesens

halten. Durch regelmäßige Reiki-Praxis und entsprechende Übungen kann diese

Fähigkeit noch in großem Maße vervollkommnet werden.

5. Alle diese Fähigkeiten werden für immer tief in dem Energiesystem des Betreffenden

verankert. Sie lassen sich durch nichts wieder aufl ösen, weil sie letztlich

ein göttliches Geschenk sind, das schon vor der Einweihung in dem menschlichen

Organismus vorhanden war. Es lag zwar brach, aber gehört zu ihm, wie Arme oder

Beine. Nachdem es vollständig wiedererweckt worden ist, kann es nicht mehr

„Schlafen gelegt“ werden.

Aus diesem Grund braucht jeder Mensch nur einmal in seinem Leben die Einweihung

in den 1. Reiki-Grad mitzumachen. Und es ist absolut sicher, dass jeder, der an den

Einweihungen eines 1. Grad-Seminars teilnimmt, diese Fähigkeiten bekommt. Fehlgeschlagene

Einweihungen gibt es nicht, solange sie von einem traditionell ausgebildeten

Meister mit den überlieferten Symbolen, Mantras und Ritualen vorgenommen

werden. Vielleicht klingt dies in deinen Ohren etwas anmaßend. Fehler machen doch

schließlich alle Menschen. Warum nicht auch Reiki- Meister! Und damit hast du sicher

völlig recht. Aber es ist nicht der Meister, der letztlich die Einweihung vornimmt. Er

stellt nur den Kontakt zu der Quelle der Spirituellen Lebensenergie, den göttlichen

Wesen Dainichi Nyorai und Marishi Ten, her und dient als Kanal für deren spirituelle

Kraft, Weisheit und Liebe. Diese Lichtwesen verfügen über wesentlich umfassendere

Möglichkeiten der Energiearbeit als jeder Mensch. Für sie ist eine Reiki- Einweihung

etwas sehr, sehr Einfaches. Sie sind extrem fähige Diener der Schöpferkraft.

Was Menschen tun, ist fehlerhaft und vergänglich – dies ist ein typischer und aus

spiritueller Sicht wichtiger Wesenszug der Menschen. Ein Bund, der jedoch von der

Schöpferkraft geschlossen wird, unterliegt nicht den Gesetzen der materiellen Welt

und kann nicht fehlerhaft sein. Dies zeigt auch die entsprechende Erfahrung mit den

Reiki- Einweihungen. Ob ein Reiki- Meister müde ist, Zahnweh oder Kopfschmerzen,

Liebeskummer oder eine depressive Stimmung hat – solange er sich an die traditionellen

Einweihungsrituale hält, wirken sie völlig zuverlässig.

Wenn es dir schwer fällt, dies zu glauben, habe ich vollstes Verständnis dafür. Ich

habe ebenfalls viele Jahre gezweifelt, bis ich mich endlich den immer wieder gleichen

positiven Erfahrungen gebeugt habe.

Die einzelnen Schritte der traditionellen Reiki- Einweihung in den 1. Grad

Die folgenden Schritte gibt es grundsätzlich bei traditionellen Reiki- Einweihungen in

den 1. Grad. Jede dieser Funktionen kann auf sehr unterschiedliche Weisen „energiearbeitstechnisch“

korrekt erfüllt werden. Es gibt da also keine allgemeinverbindliche

Standardlösung.

• Die Anrufung der Spirituellen Linie.

• Die Aura des einzuweihenden Schülers aufnahmebereit machen – einen

yin-orientierten Zustand hervorrufen.

• Die Erweckung der Reiki-Fähigkeit und die Stabilisierung dieser Maßnahme.

• Das Einbeziehen wichtiger Haupt- und Nebenchakras in den Strom der

Reiki- Kraft.

• Die energetische Versiegelung sensibler Nebenchakras zur dauerhaften Stabilisierung

der Reiki-Fähigkeiten.

• Der Abschluss – den Zustand der Aura normalisieren für den Einzelnen

und zum Ende der Einweihung auch für die ganze Gruppe der Eingeweihten;

um den Segen der Spirituellen Linie bitten, ihr danken und sie verabschieden.

Zu guter Letzt möchte ich noch auf zwei häufi g gestellte Fragen zum Thema „Einweihungen“

eingehen:

Ist es wichtig, beim 2. Grad beide Hände eingeweiht zu bekommen?

Es gibt Meinungen, dass die drei 2. Grad-Symbole und ihre Mantras bei der Einweihung

in den 2. Reiki-Grad in beide Hände gegeben werden sollten, damit die Symbole

mit beiden Händen gezeichnet werden können und das Yin- Yang-Verhältnis im

Menschen ausgeglichen sei. Was ist daran?

Nun, erst einmal die gute Nachricht: Eine Einweihung beider Hände schadet niemandem.

Sie ist andererseits aber auch nicht nötig. Bei der Einweihung in den 2. Grad

wird grundsätzlich die mechanisch geschicktere Hand mit den Symbolen und Mantras

eingeweiht, weil die Zeichen so leichter mit Stift und Papier geübt werden können.

Die mechanisch geschicktere Hand hat den wesentlich besser entwickelten kinästhetischen

Sinn. Über diesen werden Körperbewegungen zum Gehirn gemeldet. So weit

so gut.

Sind die Symbole und die Mantras aber erst einmal „drin“ und kann ein Schüler

des 2. Reiki-Grades sie auswendig fehlerfrei zeichnen, ist es meistens überfl üssig,

weiterhin mit der Hand die Zeichen auszuführen. Die Symbole und die Mantras des

2. Grades werden von fortgeschrittenen Reiki-Schülern später überwiegend im Geist

angewendet, außer es geht darum, die Kenntnisse aufzufrischen und zu üben. Der

2. Grad ist eine mentale Technik der Energiearbeit.

Da durch die Einweihung in den 2. Grad nur der entsprechende „Werkzeugkasten“

von Symbolen und Mantras für den Reiki-Schüler verfügbar gemacht wird, entsteht

bei einer korrekten traditionellen Einweihung auch keine Verschiebung im Yin-

Yang-Verhältnis im Körper. Ich konnte in meiner Ausbildungspraxis mit Hunderten

2. Grad-Schülern keine unnatürliche „Vermännlichung“, „Vergeistigung“ oder andere

deutliche Anzeichen eines Yang-Ungleichgewichtes – die meisten sind Rechtshänder

und bekommen deswegen die Symbole in diese Hand – durch 2. Grad- Einweihungen

beobachten. Da ich viele meiner Schüler auch nach Jahren noch des Öfteren in

meinen Seminaren als Gäste habe und briefl ich und telefonisch über ihren Entwicklungsprozess

Nachrichten bekomme, haben meine Erfahrungen einen langfristigen

Hintergrund.

Aber wie gesagt, es schadet auch niemandem.

Fußeinweihungen

Die Reiki-Meisterin, Körpertherapeutin und praktizierende Heilpraktikerin Gerda

Drescher (Schweiz) entwickelte in mehrjähriger Arbeit eine Methode, durch spezielle

energetische Einstimmungen (Fußöffnungen) im Zusammenhang mit langfristig

angelegten therapeutischen Maßnahmen die Erdung ihrer Klienten konkret zu verbessern.

Gerda war all meinen Recherchen zufolge die erste Meisterin, die mit Fußeinweihungen

arbeitete. Sie wendet diese Methode seitdem mit großem therapeutischen

Erfolg an und gibt sie an ihre fortgeschrittenen Schüler weiter, die von ihr nicht nur

in dieser Einweihungstechnik, sondern auch umfassend in der damit verbundenen

körper- und psychotherapeutischen Begleitung ausgebildet werden. Sie vertritt nicht

den Standpunkt,

• dass Fußeinweihungen ein Bestandteil des traditionellen Usui-Systems seien;

• dass jeder, der in Reiki eingeweiht wird, automatisch Fußeinweihun gen braucht,

weil sonst das Energiefeld des Körpers disharmonisch sei oder Reiki nicht richtig

funktionieren würde;

• dass Fußeinweihungen ein „Muss“ im Wassermannzeitalter seien;

• dass Erdung nur durch Fußeinweihungen zu erreichen sei;

• dass Fußeinweihungen für jeden geeignet seien.

Zitat: „Ihre [bezieht sich auf Fußeinweihungen] Wirkungen haben weit reichende

Konsequenzen. Neben einer verstärkten Verbindung zur Erdmutter führt diese Integration

des unteren Pols auch zur Konfrontation mit der Körperlichkeit, dem Unbewussten,

Unerlösten und dem eigenen Schatten. Sie [die Fußöffnungen] sind daher

keineswegs geeignet, um eine Marktlücke und den Geldbeutel zu füllen oder das

eigene Ego zu polieren, sondern erfordern einen prozessorientierten Umgang sowie

verantwortungsvolles therapeutisches Know-how in der Begleitung! Über die Wirkung

von anderen Fußöffnungen, die jemand direkt von einem auserwählten Meister

oder aber meditativ von Usui, den Erzengeln, dem Heiligen Geist oder gar der Schöpferkraft

persönlich empfangen haben will, kann ich keine Aussage machen.

Meine Fußöffnungen sind zwar mit Intuition, aber dennoch völlig unspektakulär

auf empirischem Weg entwickelt worden, und gerade dadurch sind sie besonders

wertvoll. … Rei-Ki-Balancing® ist eine Einladung, sich über den eigenen physischen

Körper verstärkt mit der Erdenmutter (Gaia) zu verbinden und fordert dazu auf, den

unbequemen Weg von der Spiritualität zur Ganzheit als Individuationsprozess unter

die Füße zu nehmen … Da ich um die Richtigkeit und den Wert meiner Arbeit weiß,

habe ich klare Ausbildungsstrukturen und -richtlinien erarbeitet, deren Einhaltung

über die Möglichkeit des Lizenzentzuges kontrollierbar sind. Die Grundausbildung

dauert mindestens 2 bis 3 Jahre (je nach Vorkenntnissen) und beinhaltet u. a. auch

intensive und tiefe Körperarbeit.“

Nach den mir vorliegenden Informationen sind Fußeinweihungen nach Gerda

Drescher in Verbindung mit der von ihr entwickelten therapeutischen Begleitung eine

durchaus ernstzunehmende und effektive Methode, Erdungsprobleme zu heilen.